Eines der letzten Runddörfer im Land Brandenburg

Nun ist es geschafft, am 16. und 17. September 2016 feierte der Ort Läsikow seine 525-jährige Ersterwähnung, verbunden mit der Erntefest der Großgemeinde Wusterhausen.

Wochenlange Vorbereitungen liegen hinter dem Festkomitee, nichts dringt nach draußen. Eine Überraschung für alle. Und es wurde etwas ganz großes. Bis in das letzte ausgetüftelt, auch mit Unterstützung durch die Gemeinde Nackel.

 

Der Freitag (16.09.)  begann mit einem Gottesdienst in der Kirche zu Läsikow. Ein taktisch kluger Schachzug, denn das Wetter sollte einige Kapriolen schießen, hat sich dann aber doch gehalten und kaum Regen gebracht. Dem Gottesdienst schloss sich dann eine Lesung aus der Chronik an, durchgeführt durch unseren Ortschronisten Klaus Kraatz.  Diese Lesung dauerte schon länger als erwartet und war sehr informativ. Der Schauspieler Hans Zischler trug anschließend Sagen aus der slawischen Zeit vor, die den geschichtlichen Hintergrund der Chronik ergänzen konnten.

Der Chor Querbeet stand als letzter Programmpunkt auf den Plan. Sein Auftritt hat die Gäste begeistert und es gab natürlich Zugabe.  In den Pausen wurden vor der Kirche Mixgetränke und Erfrischungen angeboten, die sehr dankbar angenommen wurden.

 

Nach den Events in der Kirche gab es noch ein gemütliches Zusammensein vor dem Gemeindehaus. Die Nicht-Teilnehmer an den Veranstaltungen in der Kirche hatten es sich hier bereits gemütlich gemacht, es gab Bier und alkoholfreies, Bratwurst vom Grill und das ganze mit musikalischer Begleitung. Ein gemütlicher Ausklang des ersten Tages.

 

Der Samstag (17.09.) war der Höhepunkt der Festivitäten. Der Tag begann mit dem Aufstellen des Festumzuges. Perfekt vorbereitet, Markierungen auf der Fahrbahn (aus beiden Fahrtrichtungen zu lesen) ließen für jeden Teilnehmer keinen Zweifel daran. Hier gehöre ich hin. Ganz reibungslos läuft so etwas nie ab. Der Umzugsverband stand schließlich und endlich. Pünktlich wurde gestartet. Angeführt vom Ortsvorsteher von Läsikow, Burkhardt Brandt und der Bürgermeistergattin bewegte sich der Festumzug von Nackel aus nach Läsikow. Dem Ortsvorsteher folgte ein Fanfarenzug und viele Läsikower Bewohner in traditioneller Kleidung. Der erste Traktor zog den Festwagen von Läsikow, ihm folgten alle Traktoren, Vereine aus Nackel und Umgebung, die Festwagen der weiteren Gemeinde der Großgemeinde Wusterhausen. Mitten darin befand sich auch eine Abordnung der Wusterhausener Partnergemeinde Pzytoczna ( Polen). Die Straßenränder waren gesäumt von vielen Menschen, die sich dem Teilnehmer des Umzuges anschlossen. Der gesamte Festumzug fuhr in den Läsikower Ring ein. Zu dieser Zeit befanden sich schon viele Besucher in unserem kleinen Dorf. Doch jeder fand einen Platz und so gab es genug Gelegenheit, die Umzugswagen zu bewundern. Mit viel Gefühl und Sinn für Details waren alle Wagen ausgestaltet worden.

Die Eröffnungsrede hielt der Ortsvorsteher von Läsikow, Burkhardt Brandt. Er begrüßte alle Bewohner und Gäste zu diesem Fest. Ausdrücklich ging der Dank an das Festkomitee sowie die Sponsoren, die mit ihrer finanziellen Hilfe dieses Fest ermöglicht haben. Im Weiteren kam der Vertreter der Wusterhausener Partnergemeinde Pzytoczna zu Wort. Er war sehr begeistert von der Größe des Festes und erwägt eine Nachahmung desselben in seiner Großgemeinde.

Den Reden schloss sich das Markttreiben an, sowie viele kulturelle Beiträge. Ein Fettchenmann verzückte vor allen die kleinen Besucher. Es wurde getrommelt (Groove Factory in Perfektion) und getanzt, eine Feuershow zu vorgerückter Stunde wurde dargeboten.

 

Traditionell wurden wieder Läsikower Löffelchen angeboten, erstmalig gab es Postkarten von Läsikow zu erwerben. An Essen und Getränken mangelte es auch nicht, jeder Gaumen fand etwas, was den Hunger stillte. Verschiedene alte Handgewerke boten ihre Kunst dar, es wurde Wolleherstellung gezeigt, Messer geschliffen, Besen gebunden, Kerzen gezogen, Seile gedreht und Butter hergestellt. Auch ein Schaudreschen auf einer mit Riemen angetriebenen alten Dreschmaschine wurde dargeboten. Verkauft wurde Käse und Wurst aus Polen, Honig, Bücher , Strickwaren, Korbwaren, Fischbrötchen, Blumen, Taschen, Kartoffelpuffer und vieles anderes mehr. Mehrere Höfe waren zu offenen Höfen deklariert worden. Darin fanden Ausstellungen statt, die gerne angenommen wurden.

 

Den Abschluss dieses erfolgreichen und ereignisreichen Tages bildete eine Disco. DJ Janko legte auf. Das Festzelt war bis fast auf den letzten Platz gefüllt. Auch der Platz davor zwischen den Getränkeanbietern war bis auf den letzten Platz zugestellt. Der gemütliche Teil hatte begonnen, es wurde getanzt, gegessen und getrunken. Die Gäste konzentrierten sich mehr nun mehr auf das Festzelt. Bis nach Mitternacht wurde hier noch zusammen gesessen.

 

Als Resümee kann man sagen: es war ein gelungenes Fest ohne größere Probleme, keine Pannen , nur zufriedene Gesichter, rundheraus positives Feedback.

 

Vielen Dank an alle Sponsoren, Helfer und Unterstützer vor und während des Festes.

 

Inoffizieller Teil. Nach dem Fest ist vor dem Fest. Für den Sonntag (18.09.) wurde alles wieder aufgeräumt. Aber ohne Dampf keine Leistung. Die Bewohner von Läsikow trafen sich zu einem gemeinsamen Frühstück unter freiem Himmel. Das Fest wurde ausgewertet und die Besucherzahl geschätzt. Wir sind stolz auf unseren Erfolg und haben alles wieder auf Vordermann gebracht.

 

Alles in allem wurde die Zahl der Teilnehmer auf 1500 bis 2000 beziffert.

 

chronologische Bildergalerie zum Erntefest

 

 

 

In Handarbeit wurde die Erntekrone für dieses Jahr 2016 fertiggestellt. Sie blieb ein Geheimnis bis sie ihren Weg zum Erntefest fand.

 

                      Die Vorbereitung

 

 

 

 

Der Bauhof Wusterhausen baut das Festzelt und die Verkaufsstände auf. Die Familie Berehndt legt Hand an und richtet die Dreschmaschine aus.

                Der Festumzug

 

 

Der Festumzug von Nackel nach Läsikow wurde beim Eintreffen im Beisein des Ortsvorstehers von Läsikow begrüßt und jeder Wagen einzeln vorgestellt.

 

                                        

                 Das Festgeschehen

             Inoffizieller Teil (was danach geschah)

Halbwegs ausgeruht vom Festgeschehen sah der Sonntag Morgen die Läsikower schon wieder auf den Beinen. Das Aufräumen stand auf dem Plan. Doch geht es nicht ohne Frühstück, deshalb trafen sich alle Aufräumungswilligen zu einem Frühstück vor dem nun ehemaligen Festzelt. Jeder brachte mit, was er wollte und ein Buffett wurde schnell aufgebaut. Mit frischen Brötchen und frischem Kaffee lässt es sich doch viel besser aufräumen.

Eine andere Art von Sponsoring lies sich Frau Lock von der Gaststätte Birkenhof einfallen. Alle Auf- und Abbauwilligen wurden am Sonntag Abend zu einem Pommes- und Schnitzel-Essen eingeladen. Das ehemalige Festzelt war der geeignetste Ort, schnell wurde eine lange Tafel aufgebaut, die Musikanlage vom Freitag herbeigeschafft und die Feuerschale befüllt. Mit Essen, Musik und einigen Bier und Sektflaschen ging das ereignisreiche Wochenende nun leider wirklich zu Ende. Was für ein Wochenende war das ! Einfach herrlich. Mit Spannung erwarten die Läsikower nun das nächste Ereignis, denn:

 

                                                                  Nach der Feier ist vor der Feier

 

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©Förderverein für Kirche und Dorf Läsikow e.V. , 16845 Läsikow